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Biografie, eingeladene Künstler 2011

Vincent Trio der Berliner Philharmoniker

Christian Stadelmann, Violine - Dietmar Schwalke, Violoncello - Alexander Malter, Klavier

Das Vincent-Trio der Berliner Philharmoniker wurde 1998 von dem Pianisten Alexander Malter, dem Geiger Christian Stadelmann und dem Cellisten Dietmar Schwalke gemeinsam gegründet. Den Namen des Ensembles wählten die Musiker aus Bewunderung für van Gogh und dessen Malerei. Zu den sich rasch ausweitenden Aktivitäten des Trios gehören neben zahlreichen Konzerten auf den verschiedensten Podien auch Rundfunk- und CD-Aufnahmen. Das breitgefächerte Repertoire des Trios umfasst Kompositionen von Mozart bis zur zeitgenössischen Musik, wobei ein wichtiger Schwerpunkt auf den Werken russischer Komponisten (Tschaikowsky, Rachmaninow, Schostakowitsch) liegt.

Vincent Trio

Christian Stadelmann, Violine. Die Eltern haben für ihren siebenjährigen Sohn das Instrument gewählt: Es war eine Geige und Christian Stadelmann hat sich nicht dagegen gewehrt. Die Begeisterung für dieses Instrument entfachte jedoch seine erste Geigenlehrerin, Charlotte Hampe. Ihr - so der Musiker - habe er viel zu verdanken. Sie unterrichtete ihn so lange, bis er sein Studium an der Berliner Hochschule der Künste bei Thomas Brandis begann. Christian Stadelmann musizierte zunächst in der Jungen Deutschen Philharmonie. Zwei Jahre lang spielte er bei den Berliner Philharmonikern in der Gruppe der Zweiten Violinen, ehe er 1987 ihr Stimmführer wurde. Christian Stadelmann unterrichtet außerdem an der philharmonischen Orchester-Akademie. Der begeisterte Kammermusiker gehört mit drei Orchesterkollegen dem Philharmonia Quartett Berlin an und ist neben Dietmar Schwalke (Violoncello) und Alexander Malter (Klavier) Mitglied des Vincent-Trios. Er interessiert sich für mittelalterliche Buchmalerei und ist darüber hinaus ein leidenschaftlicher Büchersammler - mit Hang zum Wahnsinn, wie er mit einem Augenzwinkern betont.

Dietmar Schwalke, Violoncello. Im Alter von zwölf Jahren bewunderte Dietmar Schwalke seinen Cello spielenden Freund so sehr, dass er alles daransetzte, von seinem Vater ebenfalls die Erlaubinis zum Violoncellounterricht zu bekommen. In nur vier Monaten hatte er seinen Freund spieltechnisch eingeholt. Später studierte er bei Arthur Troester, Wolfgang Boettcher und Pierre Fournier. Nachdem er mehrere Preise und Auszeichnungen erhalten hatte, debütierte er als Solist des Radio-Symphonieorchesters (heute Deutsches Symphonie-Orchester Berlin) mit Schumanns Cellokonzert in der Berliner Philharmonie. Als Mitglied des Kreuzberger Streichquartetts Berlin trat er von 1983 bis 1989 in sämtlichen europäischen Musikmetropolen auf. In dieser Zeit unterrichtete er auch an der Berliner Hochschule der Künste und war Gastdozent für Kammermusik. Vier Jahre lang spielte er im Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, ehe er 1994 zu den Berliner Philharmonikern wechselte. Dietmar Schwalke ist auch solistisch und kammermusikalisch tätig: bei den Philharmonischen Streichersolisten, im 1998 gegründeten Vincent-Trio, sowie bei den 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker. Die erste Geige in seinem Leben spielen seine Frau und seine vier Kinder. Hinsichtlich seiner Hobbys bezeichnet sich Dietmar Schwalke als »Phasen-Mensch« , den immer wieder andere Dinge begeistern: Tennis, ostkirchliche Liturgie, Theaterbesuche, Möbel bauen, Lesen, Segeln, Joggen, Klavier spielen, Fahrrad fahren...

http://www.schwalke.com/

Alexander Malter, geboren 1946 in Moskau, machte bereits während seiner Studienzeit bei Tatjana Nikolajewa und Oxana Jablonskaja am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium auf sich aufmerksam. Nach hervorragendem Studienabschluss 1969 begann er eine intensive Konzerttätigkeit als Klaviersolist, Liedbegleiter und im kammermusikalischen Bereich und gehörte bald zu den führenden russischen Pianisten. Ab Mitte der 1980er Jahre führte seine erfolgreiche Konzerttätigkeit auch nach Westeuropa und Übersee. 1991 verlegte Alexander Malter seinen Wohnsitz nach Deutschland. Er ist gegenwärtig einer der bekanntesten Interpreten der russischen Romantik - vor allem Tschaikowsky, Skrjabin und Rachmaninow. Aber auch als Interpret von Bach, Haydn, Schubert, Mendelssohn, Chopin und Liszt hat er sich einen Namen gemacht. Unter den zeitgenössischen Komponisten nimmt Arvo Pärt einen besonderen Platz ein. Parallel zu seiner solistischen Konzerttätigkeit widmet sich Alexander Malter in den letzten Jahren verstärkt auch der Kammermusik. Hier verbindet ihn eine besonders enge Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker (z.B. im Vincent Trio oder im Duo z.B. mit Rainer Sonne und anderen Solisten der Berliner Philharmoniker). Als Solist und Kammermusiker ist er regelmäßig in der Berliner Philharmonie und auf anderen renommierten Bühnen zu hören. Alexander Malter ist Mitbegründer und künstlerischer Direktor der Konzertreihen im Schloß Glienicke in Berlin. Seit 2005 ist er auch der künstlerische Leiter des Internationalen Herbstfestivals für Kammermusik "Festival de música clásica Port de Sóller" auf Mallorca. Zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen. Unter den von Alexander Malter eingespielten CDs zählt die bei ECM erschienene Arvo Pärt CD ,,Alina” zu den internationalen Bestsellern. Bemerkenswert ist auch seine Doppel CD von 2006 mit Werken von Bach, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann und Chopin, die dem 100. Geburtstag von Dietrich Bonhoeffer gewidmet ist. Seit kurzem ist nun auch die von Alexander Malter maßgeblich geprägte und bei Decca erschienene CD mit der an der Klassik und an Arvo Pärt orientierten Musik der bei den letzten Berliner Filmfestspielen vorgestellten Hollywood-Produktion „Fireflies in the Garden“ (dt. „Zurück im Sommer“) auf dem Markt. Alexander Malter’s neueste CD-Einspielung: “Kinderalbum” op. 39 (Urtext) von Peter Tschaikowsky und “Kinderszenen” op. 15 von Robert Schumann.

 

http://www.alexandermalter.com/

Tomasz Tomaszewski

Tomasz Tomaszewski wurde in Czechowice/Polen geboren, studierte an der Warschauer Hochschule für Musik bei Prof.Wronski. Nach dem Examen, das er mit Auszeichnung ablegte, setzte er seine Studien am Leningrader Konservatorium bei Prof. Gutnikov sowie in Freiburg bei Prof. Marschner fort und besuchte Meisterkurse bei Druzhnin, Krysa, Fournier, Liebermann, Hiller und Szerny.

Mit dem "Polish String Quartet" führten ihn ausgedehnte Konzertreisen durch Europa und Australien. Auch als Solist des "Polish Chamber Orchestra" konzertierte er in den verschiedensten Ländern.

Tomasz Tomaszewski, der zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben erhielt, ist seit 1982 erster Konzertmeister des Orchesters der Deutschen Oper Berlin und hat seit 1983 einen Lehrauftrag an der Hochschule der Künste Berlin.  Herr Tomaszewski ist Gründer und Leiter des Kammerorchesters "Kammersolisten der Deutschen Oper Berlin", das seit 1988 eine intensive Konzerttätigkeit ausübt. Seit 1988 leitet er auch die vom Polnischen Kulturministerium unterstützten Musiksommerkurse in Glucholazy. Als Solist in vielen Ländern Europas, in Japan, China und den USA kann er auf zahlreiche Rundfunkaufnahmen und Platteneinspielungen verweisen. 2001 wurde er zum Professor an der Universität der Künste Berlin ernannt. 

Kammerensemble Classic Berlin (Mitglieder der Deutschen Oper Berlin)

Das „Kammerensemble Classic der Deutschen Oper Berlin“ (KCDOB) gründete sich 1992 aus Musikern des Orchesters der Deutschen Oper Berlin, um in verschiedenen Besetzungen unbekannte und vergessene Werke der Frühklassik, Klassik und Romantik aufzuführen. Durch die ausgeprägte Leidenschaft des Fagottisten Helge Bartholomäus in Bibliotheken auf Entdeckungsjagd zu gehen, vergrößerte sich das Repertoire des Ensembles zusehends. So wurden u.a. zwei Sextette von Domenico Cimarosa, die als verschollen galten, sowie ein Sextett von Gustav Holst wieder entdeckt und aufgeführt. Auch einige Werke aus dem heutigen Programm sind Raritäten aus internationalen  Archiven. 

Neben den regelmäßigen und viel beachteten Auftritten bei Festivals in Berlin und Deutschland sind es die Konzertreisen nach Österreich, Spanien, Russland und Italien, die beim Publikum und den Kritikern durch „ausgereiftes Spiel, den Klang und die ausgefallene Programmgestaltung“ große Beachtung fanden. Rundfunk-Live-Konzerte (Orangerie Neustrelitz, Gemäldegalerie Dresden), und zahlreiche CD-Produktionen (darunter eine Grammy-Nominierung für MSM, London) dokumentieren das jahrelange und vielseitige  Engagement des Kammerensembles Classic.

Jochen Hoffmann (Flöte) wurde in Bensberg geboren. Von 1976 bis 1979 besuchte er das Folkwang-Konservatorium in Essen und wurde 1980 Student bei Prof. Paul Meisen an der Hochschule für Musik in München. Nach dem Abschluss mit Auszeichnung setzte er als Meisterschüler bei Prof. Meisen sein Studium fort. 1984 erhielt er den Felix-Mottl-Förderpreis und war von 1985 bis 1987 Mitglied der Münchner Rokoko-Solisten. Seit 1987 ist er stellv. Solo-Flötist an der Deutschen Oper Berlin und Mitglied mehrerer Kammermusikvereinigungen, darunter die 14 Berliner Flötisten, die Charlottenburger Bachsolisten und das Kammerensemble Classic der Deutschen Oper Berlin. Er war Gast bei verschiedenen Musikfestivals im In- und Ausland und gab Meisterkurse in Deutschland, Österreich, Frankreich und Russland.

Matthias Höfele (Klarinette) studierte von 1983–1987 an der Musikhochschule Karlsruhe Klarinette (Prof. W. Meyer) und Klavier (J. Scherrer) und an der Musikhochschule Trossingen von 1987–1989 bei Prof. W. Wandel (Klarinette). 1988 wurde Matthias Höfele stellvertretender Solo-Klarinettist im Schleswig-Holsteinischen Landestheater und Sinfonieorchester GmbH, Flensburg, 1994 Solo-Klarinettist an der Komischen Oper Berlin und ist in gleicher Position seit der Spielzeit 1999 im Orchester der Deutschen Oper Berlin. 

Paul-Gregor Straka (Fagott), geboren in Berlin, begann schon früh sich intensiv mit klassischer Musik zu beschäftigten. Seit 2002 besuchte er das Musikgymnasium Carl-Philipp-Emanuel-Bach und wurde Jungstudent an der HfM Berlin. Die internationale Musikakademie förderte Ihn mit zusätzlichem Unterricht, Meisterkursen und etlichen Konzerten im In-und Ausland. Nach mehrfacher erfolgreicher Teilnahme bei Jugend musiziert Solo, wie auch im Ensemble hatte er erste Solokonzerte u.a. mit Rundfunk-Sinfonieorchester-Berlin unter der Leitung von Michael Sanderling. Nach dem Abitur studierte Straka weiter an der HfM Berlin bei Prof. R. Luft und anschließend an der UdK Berlin bei Prof. E. Hübner, wo er sich gerade im Konzertexamen befindet. Von 2012-2014 wurde Straka als Stipendiat des Vereines Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin e.V. aufgenommen. In der Spielzeit 2012/2013 war er Akademist an der Deutschen Oper Berlin, wo er im folgenden Jahr die Stelle als „stellv. Solo-Fagott“ bekam. Paul-Gregor Straka hatte zahlreiche Auftritte im In- und Ausland als Solist, in der Kammermusik und als Orchestermusiker. Seit April 2017 ist er Mitglied des Kammerensembles Classic der Deutschen Oper Berlin.

Tatjana Blome (Klavier) gewann als Zwölfjährige den 1. Preis beim Steinway-Wettbewerb und gab ein Jahr später ihren ersten Klavierabend. 1995 debütierte die junge Pianistin mit dem 1. Klavierkonzert von Johannes Brahms in der Berliner Philharmonie. Bis zu ihrem 14. Lebensjahr erhielt die gebürtige Dortmunderin Unterricht bei ihrem Vater Josef-Matthias Blome. Tatjana Blome hat in Detmold bei Renate Kretschmar-Fischer, in Berlin bei Heidrun Holtmann und Aribert Reimann sowie in München in der Meisterklasse von Gerhard Oppitz studiert. Außerdem widmete sie sich dem Studium der Germanistik und Theologie.

Tatjana Blome tritt europaweit als Solistin auf, so spielt Sie u.a. in Österreich, England, Frankreich, Slowenien, Portugal und Russland Klavierrecitals sowie als Solistin mit verschiedenen Orchestern. In Deutschland konzertiert sie regelmäßig als Solistin mit solchen Orchestern wie den Dortmunder Philharmonikern, den Göttinger Sinfonikern, dem Philharmonischen Orchester Trier, der Jenaer Philharmonie, der Südwestfälischen Philharmonie, den Bergischen Symphonikern und der Kammersymphonie Berlin. Tatjana Blome ist u.a. regelmäßige Liedbegleiterin von Dietrich Henschel, Duopartnerin des Saxophonisten Frank Lunte, der Geigerin Elisabeth Glass und des Trompeters Sören Linke. Außerdem ist sie Mitglied im Kammerensemble Classic der Deutschen Oper Berlin. Sie arbeitete u.a. mit Gerd Albrecht, Jürgen Bruns, Ib Hausmann, Claudia Barainsky und George Tabori zusammen.

Tatjana Blome hat über 70 Werke für CD (Deutsche Grammophon, EDA und Naxos u.a.) und Rundfunk eingespielt. 2007 erschien ihre erste Solo-CD mit Werken von Gerhard Frommel bei der Deutschen Grammophon, 2010 bei DSS das mit dem Rundfunkorchester Ljubljana produzierte Klavierkonzert von Marco Mihevc. 2012 erschien ihre zweite Solo-CD bei Naxos, die dritte 2016, ebenfalls bei Naxos. Im Mai 2017 ist das gesamte Solowerk für Klavier von Wolfgang Jacobi bei Naxos erschienen.

Soeben hat Sie in Kooperation mit Deutschlandradio mit der Einspielung des Klavieroeuvres von Walter Braunfels begonnen.

www.tatjanablome.de

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